Die Vorsitzenden seit der
Gründung der Genossenschaft:
Richard Glaß, Wölsau
Vorstandsvorsitzender von 15.3.51 bis 28.3.61
Ehrenvorsitzender
Bürgermeister Richard Glaß
wurde bei der Gründungsversammlung am 15. März 1951 einstimmig zum
Vorstandsvorsitzenden der neu gegründeten Genossenschaft gewählt. Die
grundlegendsten Arbeiten mußten von ihm – trotz
seiner mannigfaltigen weiteren Ehrenämtern und seinem Bürgermeisteramt in der
Gemeinde Wölsau – bewältigt werden. Um die
Anerkennung durch das Landwirtschaftsministerium, die Akzeptanz durch die
Gustav Gläßel, Lorenzreuth
Stellvertretender Vorstand von 15.3.51 bis
28.3.61
Vorstandsvorsitzender von 28.3.61 bis 16.7.76
Ehrenvorsitzender
Am 28. März 1961 übernahm Gustav Gläßel nach 10-jähriger Amtszeit als Stellvertreter den
Vorsitz der Genossenschaft. Unermüdlich setzte er sich für
"seine" Besamungsstation ein. Sei
es um Unstimmigkeiten mit der Nachbarstation Neustadt an der Aisch zu beschwichtigen, sei es im Ankauf
von Besamungsbullen aktiv mitzuwirken oder
auch "nur" im Ausbau der Station zu einem ansehnlichen landwirtschaftlichen
Betrieb durch Flächen – Pacht und – Kauf. Gustav Gläßel
war stets für seine Station da. Am 1.5.71 überreichte ihm Oberrevisionsrat Hemmann für die Verdienste um die Genossenschaft die
silberne Ehrennadel des bayerischen Raiffeisenverbandes. Die Besamungszahlen
und die Mitgliederzahlen haben sich in der Zeit von Gustav Gläßel
mehr als verdoppelt. Auch in diesem Bereich gab es viel zu tun. Nach über
25-jähriger aktiver Vorstandsarbeit schied Gustav Gläßel
am 16.7.76 aus der Vorstandschaft aus. Seine immensen Verdienste für die
Besamungsgenossenschaft wurden mit der Überreichung der Goldenen
Raiffeisennadel durch den Raiffeisenverband, des Bundesverdienstkreuzes am
Bande und durch die Ernennung zum Ehrenvorsitzenden durch die Genossenschaft
gewürdigt.
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Karl Spörrer, Gustav Gläßel, Willi Küspert |
Gustav Gläßel
begrüßt Staatsminister Eisenmann zur Bullenparade am 1. Mai 1971. Mit auf dem Bild Willi Küspert und OB Hans-Achaz von Lindenfels |
Wilhelm Küspert,
Tiefenbach
Stellv. Aufsichtsrat von 19.3.59 bis 1.7.64,
Aufsichtsratsvorsitzender von 10.7.64 bis 4.7.76
Vorstandsvorsitzender von 6.8.76 bis 2.7.91,
Ehrenvorsitzender
Willi Küspert wurde
nach nur 4-jähriger Mitgliedschaft in der Genossenschaft am 3.6.56 in den
Aufsichtsrat gewählt, zu dessen Vorsitzender er am 10.7.64 gewählt wurde. Nach
12-jährigem erfolgreichem Wirken neben Gustav Gläßel
wurde Willi Küspert am 16.7.76 zu seinem Nachfolger
in den Vorstand, dessen Vorsitz er ab 6.8.76 für fünfzehn Jahre inne hatte,
gewählt. Willi Küspert war mit Leib und Seele Züchter
und hat stets bei der Bullenauswahl sein züchterisches Geschick und Können
eingebracht. Er war auf allen Märkten ein gern gesehener Käufer und Berater,
der die Stiere nicht nur steigerte, sondern meist auch noch selbst –oft bei
widrigen Verkehrsverhältnissen- nach Wölsau
transportiert hat. Unzählige Rutschpartien mit dem Gespann, Abschleppdienste
über das Fichtelgebirge, Zollprobleme an der Grenze von Frankreich, für Willi Küspert war kein Aufwand zu groß, "seinen" Bullen
an die Station zu schaffen. Der Kontaktfreudigkeit von Willi Küspert war es zu verdanken, daß
unzählige wertvolle Verbindungen im In- und Ausland geknüpft werden konnten.
Dies zeigte sich besonders in der Zeit der Wiedervereinigung und zur Zeit der
Grenzöffnung in die ehemalige CSSR. So war Wölsau
stets eine der ersten Stationen, die freundschaftliche Kontakte zu den
"neuen" Nachbarorganisationen geknüpft hat. Willi Küspert
war es zu verdanken, daß Wölsau
zu einem festen Begriff in der Fleckviehzucht wurde.
Seine stets offene Haltung zu neuen Entwicklungen hat es ermöglicht, daß die Station auch technisch jederzeit auf dem aktuellen
Stand gehalten wurde. Seinem Engagement im Umfeld der Besamung (Zuchtverband,
Milcherzeugerring, LKV,..) und seiner
Überzeugungsarbeit bei seinen Berufskollegen ist es zu verdanken, daß in den Landkreisen, Hof,
Willi Küspert wurde
für seine ehrenamtliche Tätigkeit verdienterweise mannigfaltig geehrt.
Herauszuheben sind das Bundesverdienstkreuz erster Klasse und am Bande, die
silberne Staatsmedaille, die silberne und später
die goldene Raiffeisennadel (1.5.81 anläßlich der 30-Jahr-Feier aus der Hand von Präsident
Rudolf Bachmann) sowie die Verdienstmedaille der Stadt Marktredwitz (Am
19.1.1989 durch Oberbürgermeister Freiherr Hans-Achaz von Lindenfels).
Horst Erhard Kunert, Wölsau
*18.2.45 in Dauba
(CSSR), evangelisch, Verheiratet, 3 Kinder
Als Mitglied Nummer 10579
trat Horst Kunert am 7.6.72 der Besamungsgenossenschaft bei. Am 26.7.74 wurde
er in den Vorstand als Nachfolger für Hans Bayer, Wolfersreuth
gewählt. Nach fast 14-jähriger Funktion als stellvertretender Vorstand (von
25.10.77 bis 2.7.91) trat er am 2.7.91 die Nachfolge von Willi Küspert als Vorsitzender der Besamungsgenossenschaft an. Am
20.Juni 1995 wurde Horst Kunert zum Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft
Bayerischer Besamungsstationen (ABB) gewählt und ist in dieser Funktion im Ausschuß, bzw. als Beirat bei einer Vielzahl
tierzüchterisch ausgerichteter Organisationen tätig (LKV, Bayerische
Adolf Rasp,
Korbersdorf
Aufsichtsratsvorsitzender von 15.3.51 bis 19.3.59
- Vom 9.8.54 bis 19.3.59 als ehrenamtlicher Geschäftsführer.
Nach seiner achtjährigen Tätigkeit als
Aufsichtsratsvorsitzender wurde Adolf Rasp in den
Vorstand der Genossenschaft gewählt, wo er noch bis im November 1973 aktiv war.
Als damaliger Aufsichtsratsvorsitzender der Molkerei Marktredwitz war Adolf Rasp stets um den guten Kontakt und um die Zusammenarbeit
zwischen den beiden Genossenschaften bemüht.
Karl Reinl,
Wintersreuth
Aufsichtsratsvorsitzender von 19.3.59 bis
10.7.64
Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
von 17.2.55 bis 19.3.59, Ehrenmitglied
Karl Reinl stellte
sich als damaliger Kreisobmann des Bauernverbandes und als Milchhof - Vorstand
der Wahl. Seine mannigfaltigen Verbindungen in Oberfranken bis hin nach München
kamen der Besamungsgenossenschaft in der Aufbauphase sehr zu Gute.
Paul Schmidt, Tiefendorf
Aufsichtsratsvorsitzender von 4.7.76 bis
18.3.99 Ehrenmitglied
Paul Schmidt wurde am 26.7.66 in den
Aufsichtsrat gewählt. Nach nahezu 10 Jahren übernahm er dessen Vorsitz. Am 5.6.63
erwarb Paul Schmidt die Mitgliedschaft in der Besamungsgenossenschaft. Schon am
26.7.1966 wurde er als Nachfolger von Friedrich Raithel,
Niederlamitz in den Aufsichtsrat der Genossenschaft
gewählt. Am 4.7.76 trat Paul Schmidt dann die Nachfolge von Willi Küspert als Vorsitzender des Aufsichtsrates an. Er hat in
dieser Zeit alle wesentliche Entscheidungen – Bau das Wartebullenstalles, zwei
Geschäftsführerwechsel, Einführung der EDV, Einführung des Embryotransferes,
Beitritt der Besamungsgenossenschaft zur Vereinigung zur Förderung der
Rinderzucht der Genossenschaft, VFR – mit getragen. Da Paul Schmidt das 65.
Lebensjahr erreicht hatte, war er anläßlich der
Vertreterversammlung 1999 satzungsgemäß nicht mehr wählbar. Die Nachfolge von
Herrn Paul Schmidt trat am 18.3.99 Max Zintl aus Themenreuth an.
Max Zintl, Themenreuth
Aufsichtsratvorsitzender von 18.3.99 bis
13.3.03, Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender von 12.2.82 bis 18.3.99
Max Zintl wurde am
2.8.77 in den Aufsichtsrat der Genossenschaft gewählt. Er begleitete als
Stellvertreter nahezu die gesamte Amtszeit von Paul Schmidt. Am 18.3.99 trat er
dessen Nachfolge an. In seiner relativ kurzen Amtszeit wurde die Zusammenarbeit
mit der VFR intensiviert. Die Gründung einer gemeinsamen Tochterfirma des
Besamungsvereines Neustadt / Aisch, des
Besamungsvereines Höchstädt / Donau, dem schwäbischen und den nordbayerischen
Verbänden und der Besamungsgenossenschaft Marktredwitz - Wölsau
viel in seine Amtszeit. Ein wesentlicher Schritt in der Zusammenarbeit von
Zucht und Besamung konnte, begleitet von der Weitsicht Max Zintls,
so vollzogen werden!
Seine Verdienste wurden mit dem
Bundesverdienstkreuz am Bande, der silbernen Staatsmedaille und der silbernen
Raiffeisennadel gewürdigt.