Embryotransfer

Im Jahre 1987 wurden die ersten Versuche auf dem Gebiet des Embryotransfers unternommen.  Bis Ende September 2000 konnten schon 229 Tiere gespült werden, wobei über 2´000 Embryonen, davon 1´344 übertragungswürdig, gewonnen wurde.  Nach anfänglich schlechten Erfolgsraten, die nur zu einer geringen Nachfrage führte, liegt die Genossenschaft im Jahr 2000 mit 8,77 übertragbaren Embryonen pro Spülung im Spitzenfeld der Embryotransferteams. Dies ist sicher der akkuraten Vorbereitung der Spendertiere durch die Landwirte und dem erfahrenen ET-Tierarzt Dr. Wolfgang Leonhardt zu verdanken. Dr. Leonhardt ist seit 1991 im Gebiet und im Auftrag der Besamungsgenossenschaft tätig. Als erfahrener ET-Tierarzt zu Zeiten der DDR ist es ihm gelungen, mit und nach der Wiedervereinigung in seinem bisherigen Tätigkeitsgebiet weiter aktiv zu bleiben. Es ist erfreulich, daß sich seine Erfolge in Thüringen, Sachsen-Anhalt und auch in unserem Gebiet in vielen geborenen wertvollen Zuchttieren niederschlägt.

Im Rahmen eines Exportauftrages nach Brasilien wurden Ende 1990 25 Kalbinnen zur Embryogewinnung angemietet. Danach kam eine „Kurze Flaute“ für den ET. In den letzten Jahren erfreut sich der Embryotransfer wieder einem regen Zuspruch. Zum einen sind es die Landwirte selbst, die im Rahmen des Service – Programmes ihre beste Kuh spülen lassen wollen. Hier steht meist der weibliche Nachwuchs, manchmal aber auch das männliche Zuchtkalb, im Blickpunkt des Interesses. Seit nunmehr über 10 Jahren werden im Rahmen des MOET - Zuchtprogrammes zur Erzeugung von

MOET-Kuh Lumpi mit ihren ET-Kälbern

Bullenkälbern mit finanzieller Unterstützung der Besamungsstation und der VFR erfolgreich Kühe gespült und Embryonen gewonnen. Der Besitzer der Kuh erhält nahezu kostenlos den Embryotransfer, verpflichtet sich jedoch, die  Kälber zu festen Bedingungen an die Station zu verkaufen. Schon einige erfolgreiche Besamungsbullen, wie zum Beispiel der Stier   Honni 34012“, sind aus diesem Programm hervorgegangen. Seit 1999 werden im Rahmen des innovativen Zuchtprogrammes  (IZP) Jungrinder und Jungkühe (bis zum 2. Kalb) mit staatlicher und VFR  - Förderung über Embryotransfer züchterisch genutzt. Ziel ist es hierbei, das Generationsintervall zu Gunsten eines schnelleren Zuchtfortschrittes zu verkürzen. Die Biotechnik Embryotransfer wird hierbei gefördert, der Landwirt hat jedoch die freie Verwendungsmöglichkeit bei den  Zuchtprodukten. Letzteres Programm hat sicher zur verstärkten Nachfrage nach Embryotransfer beigetragen.

Seit 2001 ist in Deutschland das bewährte Präparat „FSH“ zur Vorbereitung der Spenderkühe verboten. Der Embryotransfer muss seit diesem Zeitpunkt mit dem schädlicheren „PMSG“ durchgeführt werden. Dies hatte einen massiven Einbruch der Resultate und somit auch einen massiven Einbruch in der Nachfrage nach Embryotransfer zu Folge!

Seit 10. Februar 2004 ist wieder ein FSH – Präparat (PLUSET) in Deutschland zugelassen. Es wird seit dem 15. März 04 auch in Deutschland vertrieben. Nach fast dreijährigem politischem Interregnum, über das wir von allen unseren Nachbarn im vereinten Europa ausgelacht wurden, kann nun der Embryotransfer wieder unter normalen Bedingungen in Unserem Gebiet durchgeführt werden! Wie hoffen natürlich, dass der Embryotransfer wieder seine ursprüngliche Bedeutung in den Züchterkreisen erhält!

Seit Februar 2006 steht uns ein mobiles Labor zu Verfügung, so dass wir die Anforderungen der EU auch diesbezüglich voll erfüllen können. Es handelt sich dabei um einen durch Dr. Leonhard umgebauten Wohnwagen mit entsprechenden Abteilungen für reines und unreines Arbeiten

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