Tests mit genetisch
hornlosen Stieren



Horn 33937 Horner 33938 Bonhorn 34556
Als erste Station in Bayern wurden in Wölsau genetisch hornlose Stiere zum normalen Prüfeinsatz gebracht. Die Halbbrüder "Horn 33937" und "Horner 33938" wurden 1991 vom Betrieb Schultes in Bessenbach angekauft. Sie haben beide den hornlosen Stier „Hassan F726“ (KEINER der berühmten Hassans) als Vater. Aus dem Prüfeinsatz gingen Töchter mit äußerst unterschiedlicher Leistung hervor. Die Hornlosigkeit wurde reinerbig von beiden Stieren weitergegeben. Über diese beiden Bullen wurde so die Hornlosigkeit in vielen Wölsauer Betrieben verankert. Beide Stiere wurden in den neuen Bundesländern und in Österreich zur Zucht auf Hornlosigkeit gezielt eingesetzt. Aus zwei herausragenden Horn - Töchtern wurden zwei Stiere – „Bonhorn 34556“ (V: Bonsar) und „Ramhorn 165068“ (V: Rambo) zur Prüfung gebracht. Bonhorn gehörte mit über 100 Milchwert zu den ersten gemischterbig hornlosen Bullen, die die Milchleistung der Töchter nicht verschlechtert hat. Mit Ramhorn ist der erste positiv geprüfte hornlose Stier im Zweinutzungstyp im Einsatz. Mit geringen Einschränkungen im Exterieur (v. A. Strichstellung) ist Ramhorn ein wichtiger Schritt zur Verbreitung der Hornlosigkeit in der Fleckviehzucht. Töchter von Ramhorn und Bonhorn werden zur Zeit gezielt im MOET – Zuchtprogramm der VFR genutzt.
Der 1994 mit Neustadt geprüfte Posit-Sohn „Popper 41024“ hat ebensowenig wie der Stier „Hit 405016“ (Holledau x-Horn) zur Zucht auf Hornlosigkeit beigetragen.
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