Tierschauen
Um die Qualitäten der Bullen auch den Züchtern augenscheinlich vorzustellen, wurde am 1. Mai jeweils eine Bullenparade in Wölsau abgehalten. Mit der Zulassung der Station für den innergemeinschaftlichen Handel war es aus hygienischen Gründen leider nicht mehr möglich, die Vorstellung der Bullen abzuhalten. Auch hat man erkannt, daß die Vorstellung der Töchter wesentlich aufschlußreicher für den Züchter ist, als die Präsentation der Bullen. An meheren Tierschauen wurden, wie zum Beispiel der Grenzlandtierschau 1984, Nachzuchtgruppen von Besamungsbullen vorgestellt. Vor allem die Nachzuchtschauen auf dem Gelände des Reitvereines Fohrenreuth bei Rehau fanden großen Anklang im In- und Ausland.


Viehschau 1970
in Höchstädt Nachzuchtschau
in Fohrenreuth 1993; Töchter des Bullen "Rambo 33722"
Die in Fohrenreuth vorgeführten Nachzuchten sowie die jeweiligen Festredner seien an dieser Stelle kurz aufgeführt:
1988: Tapir
- Plex - Samuel - Sancho - Romanus - Albert
Festansprache: Staatssekretär
Hans Maurer
1989: Tabu – Hansi – Hupfer – Rom – Abt
Festansprache:
Landwirtschaftsminister Simon Nüssel
Kälberaufzuchtwettbewerb mit 17
Teilnehmern (Sieger: Petra Bauriedel)
1990: Sacher - Planet - Harde - Zebu - Hag
Festansprache: LLD Karl
Ludwig Dusi
Bullenmutterschau
Tierbeurteilungswettbewerb
für JZC (Sieger: Beate Fiedler)
Infotag


1991: Siegel - Mops - Lama - Stress
und die "Oldstars" Hassan, Halunke, Egmont und Picasso
Festansprache:
Landwirtschaftsminister Hans Maurer
Tierbeurteilungswettbewerb
für JZC
40 – jähriges Jubiläum mit
der Pilgramsreuther Blasmusik
1992: Geha - Hort - Horus - Hobald - Balsam
Festansprache: Ministerialrat
Maximilian Putz
Tierbeurteilungswettbewerb
für JZC (Sieger: Wolfgang Beer)
1993: Rambo - Bonsar - Bambi - Rad - Dispo
Festansprache: Dr. A.
Gottschalk
Tierbeurteilungswettbewerb
für JZC (Sieger: Gerd Friedrich)
1994: keine NZS
1995: Honni – Hobo – Rodan – Hasco – Postner – Sepro – Hodhal
Vorführwettbewerb für JZC
(Sieger: Johannes Sommerer, Neudes)
Pferdeschau
1995 fand die letzte Nachzuchtschau in Fohrenreuth statt. Durch die Einführung der exakten Beschreibung der Nachzucht in den Berichten der Zuchtwertprüfstellen, durch die angehobenen seuchenhygienischen Bedingungen (BHV1, IBR), durch die Umstrukturierungen in den Tierzuchtämtern (die ja einen wesentlichen Teil der Routinearbeiten in der Vorbereitung der Nachzuchtschauen geleistet haben), die gestiegenen Kosten und nicht zuletzt durch die gehobenen Ansprüche der immer internationaler werdenden Besucher wurde eine Fortführung der Nachzuchtschauen ausgesetzt. Seit dieser Zeit werden Nachzuchten interessanter Bullen anläßlich von Zuchtviehmärkten in Bayreuth oder Schwandorf präsentiert. Ein Vorteil dieses Systems ist auch die optimale Auswahl des Laktationsstandes der Töchter eines Bullen. Folgende weitere Nachzuchtgruppen konnten seit 1990 präsentiert werden:
Februar
1992 Fex, Hanrei Alsfeld, Hessens
Zukunft
Februar
1993 Zeuge Alsfeld,
Hessens Zukunft
Februar
1994 Bellamie Alsfeld,
Hessens Zukunft
April
1994 Horn, Horner Schwandorf, VFR
Tierschau
Februar
1995 Zano Alsfeld,
Hessens Zukunft
April
1996 Motor, Magnus Bayreuth
Februar
1997 Motor Alsfeld,
Hessens Zukunft
Juni
1997 Strobal,
Dishor Schwandorf,
Verbandstierschau
November
1998 Zeurad Bayreuth
November
1999 Borneo Bayreuth
April
2000 Hagtor,
Reporter Ansbach, VFR
Tierschau
Februar
2001 Rosner Alsfeld,
Hessens Zukunft


Karl Spörrer
und Bambi kurz vor dem Start nach München Karl
Spörrer und Straling 1994 in Leipzig
Einige Bullen konnten die Fahnen für Wölsau persönlich an Tierschauen repräsentieren. Exzellent vorbereitet durch den Stallmeister Karl Spörrer und meist auch von ihm präsentiert, konnten einige Preise nach Wölsau geholt werden.
So wurden 1990 am Zentrallandwirtschaftsfest in München die Bullen „Bambi 33685“ und „Hobel 3686“ präsentiert und, nachdem in Wölsau genug Samen eingelagert war, anläßlich der Schau nach Sachsen verkauft. Die beiden Bullen haben die Fleckviehzucht in den neuen Bundesländern wesentlich vorangebracht. Kurz nach der Öffnung der Grenzen fand im Juni 1991 in Leipzig eine DLG – Ausstellung (DLG -Agra) statt. Mit dem Bullen „Dispo 33785“ war Wölsau ein Pionier für das Fleckvieh in den neuen Bundesländern. Die Verbindungen setzten sich auch kurze Zeit später fort. Dispo konnte sich 1991 ein zweites Mal auf der 3. Deutschen Fleckviehschau in Ulm präsentieren. 1993 wurden am ZLF die Bullen "Proppes 33973" ausgestellt. Anläßlich der DLG Ausstellung DLG-Agra in Leipzig wurde 1994 der äußerst fleischige Strass-Sohn "Straling 34085" aufgetrieben. Im Mai 1997 konnte „Zeurad 34405“ bei der 4. Deutschen Fleckviehschau in Ulm präsentiert werden. Da er seinem Vater Zeukar so ähnlich sah, wurde er an die Besamungsstation Herbertingen verkauft. An der Grünen Woche in Berlin im Januar 1999 präsentierte sich "Ramadan 34541" im Festkleid. Auch an lokalen Schauen (Staatsprämientierschau Bayreuth Mai 1991 Dispo, OFRA in Hof Mai 1995 "Zeup 34199" und Mai 1997 "Bazi 34388", VFR - Tierschau April 1999 in Bayreuth Ramadan) waren Wölsauer Bullen zu gegen.
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